03.04.2017

ImmoNetzwerk zieht Zwischenbilanz

Frankfurter Wohnungsbaugenossenschaften loben die erzielten Ergebnisse

Frankfurt, 3. April 2017 – Die vier Frankfurter Wohnungsbaugenossenschaften, die sich als Mitglieder der Kooperation Frankfurt mit verschiedenen Projekten am ImmoNetzwerk Frankfurt Rhein Main beteiligt haben, ziehen anlässlich der Präsentation der Zwischenergebnisse in der Mainova-Zentrale in Frankfurt eine positive Bilanz. 15.000 Megawattstunden Energie und 2.700 Tonnen CO² können alleine durch die im ImmoNetzwerk umgesetzten bzw. geplanten Maßnahmen jährlich eingespart werden.

Ulrich Tokarski, Sprecher der Kooperation Frankfurter Wohnungsbaugenossenschaften und Vorstand der Volks-, Bau- und Sparverein eG, die sich mit einem energetischen Sanierungsprojekt am ImmoNetzwerk beteiligt hat, betont die sehr gute Unterstützung durch die Mainova sowie die Synergieeffekte durch den regelmäßigen Austausch mit den anderen Teilnehmern des Netzwerkes: „Durch den intensiven Austausch im ImmoNetzwerk realisieren wir auch Lösungen wie z.B. ein Mieterstromprojekt, die weit über die bisher üblichen Standards unserer Genossenschaft hinaus gehen.“

Vierzig Prozent des weltweiten Energiebedarfes werden in Wohnungen benötigt, sei es zum Heizen oder auch zum Kühlen. Dabei entstehen riesige Mengen CO². Die Stadt Frankfurt hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 die Energieversorgung der Stadt zu 100 % aus erneuerbaren Energien zu gewährleisten. Gleichzeitig soll der CO² Ausstoß bis 2030 um 50 Prozent, bis 2050 sogar um 95 Prozent reduziert werden.

Zwar ist Frankfurt z.B. beim Bau klimaschonender Passivneubauten führend, um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen, steht aber vor allem die Verbesserung der Energieeffizienz bereits bestehender Gebäude ganz weit vorne im Anforderungsheft.

Die realisierten Projekte der einzelnen Genossenschaften hatten unterschiedliche Ziele:

Der Beamten Wohnungs-Verein Frankfurt am Main eG wollte vor allem Erfahrungen im Umgang mit Solarstrom sammeln und hat hierzu im ersten Schritt ein vierstöckiges Gebäude energetisch saniert und dabei bereits rund 50 Prozent des Energieverbrauchs einsparen können. Mit dem Solarstrom aus der neuen Photovoltaik-Anlage wird der Alltagsbetrieb des BMV-Büros im Gebäude gespeist, der Rest geht ins Netz. Die Nutzung des selbst produzierten Stroms soll durch die Anschaffung eines Elektrofahrzeugs weiter ausgebaut werden.

Der Frankfurter Eisenbahnsiedlungsverein eG hat in der Kuhwaldsiedlung an der Frankfurter Messe zwei Sechs-Parteien-Objekte generalüberholt und energetisch optimiert. Die Maßnahmen reichten von der Umstellung auf Brennwert-Thermen über die Außengestaltung mit Dämmung, Balkonrenovierung bis zu einer dezentralen Wohnraumlüftung sowie einer Lüftungsanlage für den Keller. Diese Maßnahmen ermöglichen zukünftig eine Energieeinsparung von rund 60 Prozent. Die Expertise des ImmoNetzwerks konnte die Genossenschaft vor allem bei der Qualitätssicherung während des Umbaus nutzen. Auch bei diesem Projekt entstanden zwei neue Wohnungen, keiner der Mieter wird finanziell zusätzlich belastet.

Die Frankfurter Wohnungs-Genossenschaft eG wollte vor allem das Verhalten ihrer Mieter und den bewussteren Umgang mit Energie fördern und hat dazu den 114 Parteien in einer Liegenschaft in Sachsenhausen eine professionelle, für die Mieter kostenfreie energetische Beratung angeboten, die intensiv genutzt wurde. Der Energieberater erfasste in einem einstündigen Besuch den Verbrauch an Strom, Heizenergie und Warmwasser und erstellte jedem Haushalt individuell alltagstaugliche Handlungsempfehlungen.

Die Volks-, Bau- und Sparverein eG hat mit einer energetischen Sanierung inklusive umfangreicher Aufstockungsmaßnahmen ein Großprojekt mit 84 Wohnungen mit Unterstützung des ImmoNetzwerks umgesetzt. Neben den angestrebten Energieeinsparungen, die eine Reduzierung des Verbrauchs um 75 Prozent vorsehen, der Installation eines Mieterstromprojekts und dem neu entstehenden bezahlbaren Wohnraum war der Genossenschaft vor allem die Betreuung der Mieter, die zwei Jahre auf einer Baustelle wohnen mussten, besonders wichtig. Hierzu wurde ein Betreuerteam aus Sozialarbeitern, Ansprechpartnern des Architekten und Helfern, die insbesondere älteren Mietern zur Hand gehen konnten, während der kompletten Bauphase als Ansprechpartner zur Verfügung gestellt. Alle Wohnungen erhielten im Zuge der Umbaumaßnahmen neue Balkone und die Miete wird trotz der Wohnwertsteigerung nicht erhöht.

Das Fazit aller Beteiligten fällt überaus positiv aus. Dazu Norbert Breidenbach, Vertriebsvorstand der Mainova AG: „Die Projekte des ImmoNetzwerks zeigen wirtschaftlich sinnvolle, zukunftsfähige Ansätze für das Wohnen von morgen“.


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